Die erste Woche in Umeå

Ich werde bis Januar in Umeå (gesprochen: Ümeo) in Schweden ein Auslandssemester machen. Vor Allem werde ich natürlich studieren, aber sicher auch viele tolle Sachen erleben, Ausflüge und Reisen machen von denen ich euch hier im Blog berichten werde.

Flug und Ankunft

Dienstag, 22. August 2017

Ich bin von München aus erst ungefähr 2 Stunden nach Stockholm geflogen. Dort hatte ich dann ein paar Stunden Zeit zum Umsteigen und dann hat der Flug nach Umeå nochmal eine Stunde gedauert.


Der Flughafen von Umeå ist angenehm klein. Vom Flugzeug zur Ankunftshalle mit den Gepäckbändern sind es nur ein paar Meter weit. Dort wurden ich und die anderen Austauschstudenten, die mit dem gleichen Flugzeug angekommen waren, gleich von ein paar Leuten der Universität begrüßt und wir wurden sogar mit einem Bus zur Uni gefahren.

Dort habe ich dann die Wohnungsschlüssel bekommen und wir wurden noch mit Taxis zu unseren Häusern gefahren. Die ganze Ankunft war also ziemlich unkompliziert und gut von der Universität organisiert.

Ich habe ein einfaches Zimmer mit Bad in einem Haus, in dem sonst auch fast nur andere Studenten leben. Die Küche teile ich mir mit 6 anderen Studenten auf meinem Korridor. Das Zimmer ist ganz in Ordnung, zumindest ist es groß genug, morgens scheint die Sonne durchs Fenster und es ist nichts kaputt.


Der erste Tag in Umeå

Mittwoch, 23. August 2017

Am ersten Tag gab es vormittags Informationsveranstaltungen in der Universität. Die liegt relativ nah, ungefähr 15 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt.

Umeå Universitetet
Der Lidl ist quasi das Zentrum und Treffpunkt von Ålidhem, dem Viertel in dem ich wohne.

Am Nachmittag habe ich mich dann mit ein paar Anderen, die ich inzwischen kennengelernt hatte, auf die Suche nach gebrauchten Fahrrädern gemacht. Das ist in Umeå echt wichtig, weil eigentlich Alles in ein paar Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen ist und alle Anderen auch meistens mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wir waren erst bei ein paar Fahrradverkäufern, die keine gebrauchten Räder mehr hatten. Bei einer Fahrradwerkstatt, die einen Haufen schrottiger Fahrräder im Hof stehen hatte, habe ich dann nach einigem Suchen eines gefunden, das noch gefahren ist und bei dem zumindest die Bremsen funktioniert haben. Von den Gängen funktioniert zwar nur noch einer wirklich gut, aber das reicht ja auch. Und dafür habe ich es für 100 Kronen bekommen (ca. 10,50€). Am Anfang war ich mir noch nicht so sicher, ob ich damit weit kommen würde, aber bis jetzt funktioniert es super und ich werde sicher noch viel Spaß damit haben.

Abends war ich dann mit einigen anderen Austauschstudenten beim Grillen und später bin ich mit ein paar davon mitgefahren an den nahe gelegenen Nydala See. An dem Abend war es schon so kalt, dass ich meine Skiunterwäsche, Handschuhe und die Winterjacke anziehen musste. Und dabei ist ja noch August… Aber was sehr cool ist, ist dass die Dämmerung um diese Jahreszeit noch deutlich länger ist als in Deutschland.

Der Campus

Donnerstag, 24. August 2017

Am zweiten Tag gab es dann eine Art Schnitzeljagd über den Campus, bei der ich in einer Gruppe mit 5 anderen Austauschstudenten war und wir verschiedene Orte auf dem Campus finden sollten und Fragen dazu beantworten. Das war eine gute Gelegenheit sich gleich ein bisschen in der Uni zurecht zu finden.

Der Campus ist ganz schön um einen kleinen See angelegt.

Am Nachmittag habe ich mich dann im Fitnessstudio angemeldet. Das liegt ideal, nur 3 Minuten von meiner Wohnung entfernt, und ist einfach genial! Es ist eine der größten Sportanlagen Nordeuropas. Das Fitnessstudio hat alles, was ich brauche, es gibt ein großes Schwimmbecken, einen Whirlpool, mehrere Saunen, Kletter- und Boulderwände, Yoga-Kurse und noch vieles mehr was ich wahrscheinlich nicht brauche.

Am Abend bin ich dann noch mit den internationalen Studenten zusammen in einen Nachtclub gegangen. Die Getränkepreise an diesem Abend waren sogar noch bezahlbar (ca. 5€ für ein Bier), an anderen Abenden und in manchen anderen Bars in Schweden ist es noch deutlich teurer.

Die Stadt

Freitag, 25. August 2017

Einen Tag darauf gab es eine ähnliche Schnitzeljagd wie am Vortag auch, aber diesmal durch die Innenstadt. Zum Glück ist die auch nicht so groß und so hatte ich nach ein paar Tagen schon das Gefühl mich halbwegs in der Stadt auszukennen.

Die Stadt ist ganz hübsch. Sie liegt an einem großen Fluss und es gibt viele Birken. Die Gebäude sind entweder relativ modern, Holzhäuser in eher traditioneller Schwedischer Bauart oder ganz einfache Backsteinklötze.

Nydlasjön

Samstag, 26. August 2017

Am Mittag habe ich den Boulerbereich im Fitnessstudio ausprobiert. Der ist zwar nicht besonders groß, aber dafür, dass ich nicht extra dafür zahlen muss, ist er echt in Ordung. Und es gibt genug gute Routen, damit ich hier ein oder zwei Mal pro Woche ein bisschen Spaß haben kann.

Am Abend bin ich dann noch mit einigen anderen (vorwiegend deutschen) Austauschstudenten an den Nydaly See gefahren. Dort ist es echt schön! Ich habe im Flunkyball verloren, wir haben ein Lagerfeuer gemacht (Hier gibt es an den öffentlichen Grillplätzen kostenloses Feuerholz) und ich habe ein paar gewöhnungsbedürftige Light-Biere getrunken. (Das ist das einzige, was man in den Supermärkten kaufen kann. Richtiges Bier oder andere alkoholische Getränke gibt es nur in einem Laben in der Stadt, wo ich noch nicht war.)

Foto von @chris_serdne

Fahrradtour nach Holmsund an die Ostsee

Sonntag, 27. August 2017

Am Sonntag bin ich mit ein paar Leuten, von denen ich die meisten schon an den vorigen Tagen kennen gelernt hatte, mit den Fahrrädern ans Meer gefahren. Umeå liegt nicht direkt am Meer sondern ungefähr 15 km Flussaufwärts an der Ume älv. Wir wollten also dem Fluss bis Holmsund folgen und uns dort einen schönen Platz suchen und vielleicht sogar in der Ostsee baden. Nachdem wir uns ein paar Mal verfahren hatten auf der Suche nach dem Fahrradweg waren es dann doch einige Kilometer mehr und ein Stück mussten wir auch auf der Landstraße fahren. Aber hier gibt es eh nicht so viel Verkehr.

Am Ende einer kleinen Halbinsel in der Nähe von Holmsund haben wir dann einen schönen Platz am Meer gefunden. Ich und ein paar Andere sind auch ins Meer gegangen, aber nicht sehr lange, weil das Wasser doch schon recht kühl war. Zumindest schien da gerade die Sonne und draußen war es angenehm warm und es war eine tolle Landschaft um Fotos zu machen.

Auf dem Rückweg hatte dann das Fahrrad von einem Anderen einen Platten Reifen, also ist er auf einem Gepäckträger mitgefahren und wir haben das Fahrrad abwechselnd getragen und ein Stück weit hat es erstaunlicherweise auch gehalten mit Schlössern befestigt auf einem anderen Fahrrad.

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