Abisko Nationalpark

An diesem Wochenende wollte ich mit drei Freunden nach Abisko fahren um dort in dem Nationalpark zu wandern.
Wir sind am Freitagmittag in Umeå mit einem Mietauto losgefahren. Die Fahrt war ziemlich lang. Bis Abisko sind es fast 700 km. Es liegt nochmal viel nördlicher als Umeå, wir haben uns also darauf eingestellt, dass es dort noch kälter sein wird und die Tage noch kürzer, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen auch relativ hoch.

Luleå

In Luleå haben wir einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Bis auf die Kirche und den Platz darum fanden wir die Stadt aber nicht besonders schön.

 

 

 

Polarkreis


Ein paar Stunden später haben wir dann den Polarkreis überquert. So nördlich war ich davor noch nie.
Der Polarkreis wird von diesem heruntergekommenen Schild markiert.

Die erste Nacht in Abisko

Als wir in Abisko ankamen, war es schon dunkel. Es war dann gar nicht so leicht den Zeltplatz zu finden, der eigentlich schon geschlossen war, da die Saison schon vorbei war. Als wir angekommen sind, haben schon die Nordlichter am Himmel geleuchtet. Das war das erste Mal, dass ich sie gesehen habe und da waren sie dann auch gleich besonders gut zu sehen.

Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten und etwas gegessen hatten, haben wir versucht die Nordlichter zu fotografieren. Sie waren die meiste Zeit schwach zu sehen, aber ein paar Mal wurden sie dann für ein paar Minuten richtig hell und sind über den ganzen Himmel gezogen.

Die Nacht im Zelt war dann nicht gerade angenehm. Die Isomatten waren einfach nicht dick genug und der Boden viel zu kalt. Morgens hat es dann noch leicht geregnet, deshalb sind wir noch ein paar Stunden länger in den Schlafsäcken geblieben bis es aufgehört hat zu regnen.


 

Abisko Nationalpark

Der Nationalpark beginnt am Ufer eines großen Sees und erstreckt sich dann entlang eines Flusses zwischen den umliegenden Bergen. Dort hatte es in der Nacht schon geschneit, aber unser Weg entlang des Flusses war größtenteils schnee- und eisfrei. Der Fluss fließt am Anfang durch spektakuläre Schluchten und die Landschaft mit den umliegenden Bergen ist echt toll!



Nach ein paar Stunden kamen wir dann an den Zeltplatz Nissonjokk, wo wir erstmal wieder das Zelt aufgebaut haben. Auch hier waren wir wieder die Einzigen, die hier in dieser Nacht zelteten.

Danach sind wir noch ein paar Kilometer weiter den Fluss entlanggegangen. Eigentlich wollten wir bis zu einem See gehen, aber da wir vor Sonnenuntergang aber wieder beim Zeltplatz sein wollten und der schon recht früh ist, sind wir nicht ganz so weit gekommen.

Im Sommer hätte es hier Feuerholz gegeben, aber jetzt außerhalb der Wandersaison war das schon aus. Wir haben dann im Wald Äste gesammelt, aber die waren nicht trocken genug und wir haben es leider nicht geschafft ein Feuer in Gang zu bringen.
In der Nacht kamen wieder die Nordlichter. Hier gab es auch im Umkreis keine Häuser mehr und es war noch besser zu sehen.

Zum Schlafen habe ich mir dann noch mehr angezogen als in der letzten Nacht und so war es nicht mehr ganz so kalt.
Der Morgen war dann richtig schön, auch wenn es echt kalt war und ich Morgensport machen musste um nicht zu frieren. Zum Glück hatten wir einen Gaskocher mitgenommen, so dass ich mir das Wasser fürs Müsli aufwärmen konnte.

Wir sind dann den gleichen Weg wie am Vortag zurückgegangen.

Nachdem wir ein paar schwere Sachen im Auto abgelegt hatten sind wir noch in die andere Richtung weitergegangen, die Schlucht entlang und dann hinunter zum Seeufer.

Die Reise war insgesamt echt toll! Die Landschaft und die Nordlichter waren natürlich ein Highlight. Und auch wenn die Nächte ziemlich unkomfortabel waren durch die Kälte, war es dadurch ein bisschen abenteuerlicher und seitdem kommt mir das Wetter in Umeå noch weniger kalt vor.
Irgendwann will ich hier aber im Sommer nochmal herkommen und dann den ganzen Kungsleden entlangwandern. Das ist ein Wanderweg, der hier in Abisko beginnt und 400 km lang durch Schweden geht.

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